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Archiv · Ausgabe #2317. Juni 2026 · 3 Min Lesezeit · 31 Quellen
bastify Briefing · Mittwoch, 17. Juni 2026 · #23

Copilot, Klaviyo und smarter Kundenservice

Heute dreht sich viel um Tools, die deinen Alltag konkreter machen: Microsoft hat eine Sicherheitslücke in 365 Copilot behoben und du erfährst, welche einfachen Schritte dich jetzt optimal absichern. Außerdem zeigen wir dir, wie Klaviyo AI auch kleinen E-Mail-Teams echte Segmentierungspower gibt, und warum Salesforces Milliarden-Zukauf Fin ein Signal für die Richtung im KI-Kundenservice ist. Lies rein, es lohnt sich.

Bastian Schlarp, founder of Bastify
Basti
Veröffentlicht am 17. Juni 2026, 08:23 Uhr
01Top Story· Microsoft 365 Copilot

Microsoft 365 Copilot: Sicherheitslücke geschlossen, so schützt du dich jetzt

TL;DRAngreifer konnten über eine Lückenkette in Microsoft 365 Copilot E-Mails und Dateien abgreifen, Microsoft hat reagiert, aber dein Handlungsbedarf bleibt.

Sicherheitsforscher haben eine Angriffskette in Microsoft 365 Copilot aufgedeckt, die es Angreifern erlaubte, mit einem einzigen Klick auf E-Mails und OneDrive-Dateien zuzugreifen. Keine Schadsoftware, kein aufwendiger Hack: Es reichte, einen Nutzer dazu zu bringen, einen präparierten Link zu öffnen.

Microsoft hat die Lücken inzwischen geschlossen. Wenn du Microsoft 365 mit Copilot nutzt und deine Updates automatisch eingespielt werden, bist du auf dem aktuellen Stand. Trotzdem lohnt ein kurzer Check: Lass deinen IT-Dienstleister bestätigen, dass alle Microsoft-365-Updates der letzten Wochen ausgerollt sind.

Was steckt dahinter? Die Forscher haben mehrere kleinere Schwachstellen kombiniert. Einzeln wären sie kaum gefährlich gewesen. Zusammen haben sie Copilot als Hebel genutzt, um auf Daten zuzugreifen, auf die der Angreifer eigentlich keinen Zugriff hatte. Das ist kein Copilot-spezifisches Problem, sondern ein klassisches Muster: Je mehr Funktionen ein System hat, desto mehr potenzielle Angriffspunkte gibt es.

Für deinen Betrieb bedeutet das drei Dinge. Erstens: Automatische Updates für Microsoft 365 sollten immer aktiv sein, nicht nur empfohlen. Zweitens: Copilot hat Zugriff auf alles, worauf der jeweilige Nutzer Zugriff hat. Wer Copilot nutzt, sollte deshalb prüfen, ob Berechtigungen im Unternehmen wirklich so vergeben sind, dass jeder nur sieht, was er sehen muss. Drittens: Phishing bleibt der häufigste Einstiegspunkt. Ein Klick auf den falschen Link war auch hier der Auslöser.

Die gute Nachricht: Du musst Copilot nicht abschalten. Du musst nur sicherstellen, dass die Grundlagen stimmen.

Takeaway
Lass heute von deinem IT-Dienstleister bestätigen, dass alle aktuellen Microsoft-365-Updates eingespielt sind und Nutzerberechtigungen im Tenant dem Minimalprinzip folgen.
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02Tool· Klaviyo

Klaviyo AI: Segmentierung und Texterstellung für kleine E-Mail-Teams

TL;DRKlaviyo AI übernimmt Segmentierung, Sendezeitoptimierung und Texterstellung, sodass kleine Teams professionelles E-Mail-Marketing ohne Agentur stemmen können.

Klaviyo hat seine KI-Funktionen ausgebaut und richtet sich damit an Shops und Mittelständler, die eine Kundenliste haben, aber wenig Kapazität, daraus etwas zu machen.

Konkret enthalten: automatische Segmentierung nach Kaufverhalten, KI-generierte Betreffzeilen, vorhergesagte Sendezeitpunkte pro Empfänger und eine Churn-Erkennung, die Muster identifiziert, bevor ein Kunde still abspringt. Auf dieser Basis schlägt das Tool Reaktivierungskampagnen vor, ohne dass du manuell eingreifen musst.

Für wen lohnt sich das? Wer regelmäßig Angebote an Bestandskunden schickt und dafür heute noch manuell Verteiler pflegt. Die Preise steigen mit der Listengröße: Unter 1.000 Kontakte fahren günstigere Tools besser, ab 5.000 aufwärts fängt die Automatisierung an, sich zu rechnen.

Für den deutschen Markt: Klaviyo ist DSGVO-konform betreibbar, erfordert aber eine saubere Einwilligungsdokumentation. Das gilt für jedes E-Mail-Tool.

Takeaway. Prüf heute, wie viele Kontakte in deiner E-Mail-Liste schlummern, und entscheide dann, ob Klaviyo AI oder eine schlankere Alternative den nächsten Schritt bringt.
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03M&A· Fin

Salesforce kauft KI-Kundenservice-Plattform Fin für 3,6 Milliarden

TL;DRSalesforce übernimmt die KI-Kundenservice-Plattform Fin für 3,6 Milliarden Dollar, ein klares Signal, dass automatisierter Kundensupport kein Nischenthema mehr ist.

Wenn ein Konzern wie Salesforce 3,6 Milliarden Dollar für eine einzige KI-Plattform hinlegt, sagt das mehr als jede Marktprognose: Automatisierter Kundenservice ist kein Experiment mehr, sondern ein ernstes Geschäftsfeld.

Für dich als Mittelständler heißt das: Die Technologie kommt schneller in der Breite an. Salesforce hat Millionen Unternehmenskunden weltweit, Fin-Funktionen werden früher oder später in bestehende Produkte einfließen, also auch in Tools, die viele Betriebe schon heute nutzen.

Die Übernahme verändert nichts über Nacht. Aber sie ist ein guter Anlass, die eigene Situation zu prüfen: Wie viele Kundenanfragen bei dir sind immer gleich? Wo verliert dein Team täglich Zeit mit Vorgängen, die sich wiederholen? Genau dort lohnt sich ein erster Blick auf KI-gestützte Lösungen.

Takeaway. Zähl diese Woche die fünf häufigsten Anfragen, die dein Service-Team täglich bearbeitet: Genau dort beginnt der sinnvolle Einstieg in KI-Kundenservice.
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04Update· Microsoft Copilot

Microsoft Copilot Cowork wechselt zu Nutzungsabrechnung

TL;DRMicrosoft stellt Copilot Cowork auf Pay-per-Use um und prüft DeepSeek als günstigeres Modell, für Betriebe heißt das: Kosten genau im Blick behalten.

Wer Copilot Cowork nutzt oder plant, sollte jetzt die Kostenstruktur neu bewerten. Microsoft verabschiedet sich vom Flatrate-Modell, weil es laut Copilot-Chef Charles Lamanna schlicht nicht tragbar ist. Künftig zahlt ihr nach Verbrauch. Das ist kein Sonderfall: Fast alle großen KI-Anbieter bewegen sich gerade in diese Richtung.

Gleichzeitig prüft Microsoft, ob eine angepasste Version von DeepSeek V4 als günstigeres Basismodell eingesetzt werden kann. Das klingt technisch, hat aber eine praktische Konsequenz: Wenn Microsoft günstigere Modelle nutzt, kann es die Nutzungspreise niedriger halten. Für euch als Betrieb wäre das gut.

Das eigentliche Thema ist aber das Abrechnungsmodell. Pay-per-Use bedeutet: Wer das Tool intensiv einsetzt, zahlt mehr. Wer es sporadisch nutzt, zahlt weniger. Das kann fair sein, aber es macht Budgetplanung schwieriger als bei einer festen Monatspauschale. Gerade in Teams, wo viele Mitarbeiter täglich mit dem Tool arbeiten, können die Kosten schnell unübersichtlich werden.

Sinnvoll ist jetzt, intern zu klären, wer das Tool wie oft nutzt und ob es Szenarien gibt, in denen die Kosten außer Kontrolle geraten könnten. Viele Anbieter bieten Obergrenzen oder Budgetalarme an. Die solltet ihr von Anfang an einrichten.

Takeaway. Setzt bei Copilot Cowork ein Kostenbudget mit Warnschwelle, bevor die Nutzungsabrechnung aktiv wird.
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