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Archiv · Ausgabe #8922. August 2026 · 3 Min Lesezeit · 31 Quellen
bastify Briefing · Samstag, 22. August 2026 · #89

Automatisierung, die wirklich für dich arbeitet

Wer Abläufe im Unternehmen beschleunigen will, ohne eine Zeile Code zu schreiben, findet heute konkrete Einstiegspunkte: Make.com und n8n zeigen, wie Geschäftsprozesse sich fast von selbst erledigen. Dazu hat Anthropic gleich zwei Neuigkeiten im Gepäck, die für Firmenkunden relevant sind: Claude prüft ab sofort automatisch, ob dein Code Schwachstellen enthält, und Anthropic gibt Unternehmen mehr Kontrolle darüber, was mit ihren Daten passiert. Ein guter Samstag, um zu verstehen, was gerade möglich ist.

Bastian Schlarp, founder of Bastify
Basti
Veröffentlicht am 22. August 2026, 14:43 Uhr
01Top Story· Make.com

Make.com und n8n: Geschäftsprozesse automatisieren ohne Code

TL;DREin neuer iX-Workshop zeigt, wie du mit Make.com und n8n echte KI-Agenten in deine Abläufe einbaust, ganz ohne Programmierkenntnisse.

Automatisierung klingt oft nach IT-Projekt mit Budgetantrag und monatelanger Umsetzung. Das stimmt nicht mehr. Mit Tools wie Make.com und n8n kannst du heute Abläufe verbinden und KI-Agenten einsetzen, die selbstständig Aufgaben übernehmen, ohne eine einzige Zeile Code.

Der iX-Workshop von heise greift genau das auf: Wie baust du solche Automatisierungen praktisch auf? Make.com ist ein visueller Baukasten, der Dienste wie E-Mail, CRM oder Projektmanagement-Tools miteinander verknüpft. n8n ist die Open-Source-Alternative für den Eigenbetrieb, was bei sensiblen Geschäftsdaten ein echtes Argument ist. Beide haben kostenlose Einstiegspläne: Make.com ist schneller zu lernen, n8n gibt mehr Kontrolle.

Der entscheidende Schritt gegenüber klassischer Automatisierung: KI-Agenten reagieren nicht nur auf feste Regeln, sondern treffen einfache Entscheidungen selbst. Ein Agent kann eingehende Anfragen lesen, kategorisieren, weiterleiten und eine erste Antwort formulieren, ohne dass jemand eingreift.

Für den Mittelstand ist das relevant, weil genau hier die Stunden versickern: in Routineaufgaben, die niemand liebt und jeder trotzdem täglich macht. Angebotsverfolgung, Terminkoordination, Datenpflege, Rechnungseingang. Wer das auch nur zu einem Teil automatisiert, gewinnt echte Kapazität zurück.

Ein Workshop ist ein guter Einstieg, aber kein Muss. Fang lieber mit einem konkreten, nervigen Prozess an, nicht mit dem größten.

Takeaway
Schnapp dir einen Prozess, der dich diese Woche genervt hat, und prüf in Make.com oder n8n, ob er sich in 30 Minuten automatisieren lässt.
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02Release· Claude

Claude scannt jetzt Schwachstellen in deinem Code automatisch

TL;DRAnthropics stärkstes Modell prüft Codebases auf Sicherheitslücken und schlägt direkt Patches vor.

Wer Software im Betrieb einsetzt oder entwickeln lässt, hat ein dauerhaftes Problem: Sicherheitslücken im Code werden oft zu spät entdeckt. Anthropic adressiert das jetzt konkret.

Der Sicherheitsscanner Claude Security läuft auf Claude Mythos 5, dem aktuell stärksten Modell von Anthropic. Das Tool analysiert Codebases, bewertet Schwachstellen nach Schweregrad, ordnet sie in ein standardisiertes Klassifizierungssystem ein und schlägt direkt Patches vor. Kein manuelles Durchforsten, keine wochenlange Analyse.

Für den Mittelstand ist das auf zwei Ebenen relevant. Erstens: Wer eigene Software betreibt oder Entwickler beschäftigt, kann solche Tools nutzen, um Sicherheitsprüfungen zu beschleunigen und günstiger zu machen als externe Audits. Ein konkretes Beispiel: Statt einen Dienstleister für ein vierwöchiges Sicherheits-Audit zu beauftragen, lässt du den Scanner über die Codebase laufen und bekommst priorisierte Ergebnisse in Stunden. Zweitens integriert Anthropic das Modell in Sicherheitsprodukte von Partnern, die kritische Infrastruktur schützen, also Krankenhäuser, Versorger und ähnliche Betriebe. Wer in solchen Branchen tätig ist, wird das in den nächsten Monaten in bestehenden Sicherheitslösungen wiederfinden.

Das ist kein Hype-Thema. KI-gestützte Code-Analyse ist inzwischen reif genug, um echte Arbeit abzunehmen. Die Frage ist nicht ob, sondern wann du das in deinen Prozessen berücksichtigst.

Takeaway. Prüf, ob dein Entwicklungsteam oder IT-Dienstleister bereits KI-gestützte Sicherheitsscanner einsetzt, und frag konkret nach Claude Security oder vergleichbaren Tools.
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03Update· Claude

Anthropic gibt Firmenkunden die Datenkontrolle zurück

TL;DRAnthropic plant, Kundendaten künftig in der eigenen Cloud des Kunden zu speichern, das macht Claude für datensensible Unternehmen deutlich attraktiver.

Wer Claude bisher im Unternehmenseinsatz geprüft hat, ist vielleicht an einer Frage gescheitert: Wo landen unsere Daten? Anthropic hat die Speicherung bislang selbst kontrolliert, was für viele Mittelständler ein echtes Hindernis war.

Das ändert sich. Anthropic plant, Firmenkunden ihre Daten in der eigenen Cloud-Umgebung zu lassen. Konkret bedeutet das: Deine Anfragen und Inhalte verlassen nicht mehr Anthropics eigene Infrastruktur in Richtung eines zentralen Speichers, sondern bleiben dort, wo du sie haben willst.

Für den Mittelstand ist das relevant, sobald ihr mit Kundendaten, internen Dokumenten oder vertraglichen Inhalten arbeitet. Genau das sind die Fälle, bei denen Rechts- oder Datenschutzabteilungen bisher auf die Bremse getreten haben.

Noch ist das ein Plan, kein fertiges Produkt. Die Details zur technischen Umsetzung und zum Zeitplan stehen aus. Aber die Richtung ist klar: Anthropic bewegt sich auf ein Modell zu, das Enterprise-Anforderungen ernst nimmt. Wer Claude bisher aus Datenschutzgründen aussortiert hat, sollte das in ein paar Monaten nochmal prüfen.

Takeaway. Merk dir Anthropic Claude für die nächste Runde eurer Tool-Bewertung vor, sobald die Datenspeicherung in eurer eigenen Cloud verfügbar ist.
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