Dein Web, deine Regeln
Du entscheidest ab sofort selbst, welche KI-Crawler auf deine Website dürfen. Cloudflare gibt dir dafür ein praktisches Steuerrad in die Hand. Dazu zeigt ein spektakulärer Praxistest, was Claude Code in 40 Minuten aus 20 Jahre altem Code macht, und eine ganze Provinz vertraut Claude beim Schutz staatlicher IT-Systeme.
Cloudflare gibt dir die Kontrolle: Welche KI-Bots deine Website besuchen dürfen
Bisher war es ein Entweder-oder: entweder alle KI-Bots rein oder alle raus. Das ändert sich. Cloudflare rollt für alle Kunden neue Steuerungsoptionen aus, mit denen du drei Kategorien von KI-Bots getrennt behandeln kannst.
Die erste Kategorie sind klassische Suchindex-Crawler, also Bots von Google, Bing und Co., die deine Seite für Suchergebnisse erfassen. Die zweite Kategorie sind Trainings-Bots: Sie sammeln Inhalte, um damit KI-Modelle zu trainieren, ohne dass du dafür eine Gegenleistung bekommst. Die dritte Kategorie sind Agent-Bots, also KI-Systeme, die eigenständig im Web agieren, etwa um Preise zu vergleichen, Formulare auszufüllen oder Informationen für andere Dienste zu aggregieren.
Für deinen Betrieb bedeutet das: Du kannst weiter von Suchmaschinen gefunden werden, gleichzeitig aber verhindern, dass deine Inhalte als Trainingsmaterial für fremde KI-Modelle landen. Das ist besonders relevant, wenn du eigenen redaktionellen Content, Produktbeschreibungen oder Fachartikel pflegst, also Inhalte, in die echte Arbeit geflossen ist.
Ein konkretes Szenario: Ein Maschinenbauer mit detaillierten technischen Produktseiten kann Trainings-Bots blockieren, bleibt aber für Google sichtbar und erlaubt Agent-Bots, die von potenziellen Kunden über KI-Assistenten nach Produkten suchen. Diese Unterscheidung war bisher nicht möglich.
Ab dem 15. September 2026 setzt Cloudflare noch einen Schritt: Auf Seiten, die Werbeeinnahmen generieren, werden Trainings- und Agent-Bots standardmäßig blockiert. Wer es bereits nutzt, findet die Einstellungen im Dashboard unter Bot Management. Wer Cloudflare noch nicht einsetzt: Der kostenlose Plan reicht für diese Funktion aus.
- the-decoder.de · 6. Juli 2026
Claude Code portiert 20 Jahre altes Spiel in 40 Minuten auf iOS
Ein Google-DeepMind-Entwickler hat das Echtzeit-Strategiespiel "Command & Conquer: Generals Zero Hour" mit Anthropics Claude Code auf iPhone und iPad zum Laufen gebracht. Erster funktionierender Build: nach 40 Minuten. Der Code liegt als Open Source auf GitHub.
Das Bemerkenswerte ist nicht die Geschwindigkeit allein, sondern was dabei bewältigt wurde: unterschiedliche Betriebssysteme, eine 20 Jahre alte Codebasis, andere Hardware-Architektur. Genau das ist die Art von Aufgabe, für die Entwickler früher Wochen einplanen mussten. Claude Code analysiert, schreibt und passt Code selbstständig an, ohne dass man jeden Schritt vorgibt.
Das zeigt, wohin sich KI-gestützte Programmierung gerade bewegt: nicht nur schneller tippen, sondern echte technische Komplexität in kurzer Zeit durcharbeiten. Legacy-Systeme modernisieren, Schnittstellen bauen, bestehenden Code auf neue Plattformen heben. Aufgaben, die früher viel Entwicklerzeit gefressen haben, werden damit deutlich schneller lösbar.
Wenn du wissen willst, was Claude Code konkret kann: Das GitHub-Repository des Projekts zeigt den gesamten Verlauf, inklusive der Prompts und Zwischenschritte. Ein guter Ausgangspunkt, um ein Gefühl für das Werkzeug zu bekommen.
- the-decoder.de · 5. Juli 2026
Alberta nutzt Claude zur Absicherung staatlicher IT-Systeme
Öffentliche Verwaltungen gelten nicht gerade als Early Adopter. Umso bemerkenswerter, dass die kanadische Provinz Alberta Claude jetzt produktiv für Cybersicherheit einsetzt: Das System scannt staatliche IT-Infrastruktur nach Schwachstellen und hilft, sie zu beheben.
Für den Mittelstand ist das ein nützliches Signal. Nicht weil du morgen dasselbe bauen sollst, sondern weil es zeigt, wo KI in der IT-Sicherheit heute schon zuverlässig funktioniert: beim systematischen Durchsuchen großer Codemengen und Konfigurationen nach bekannten Mustern. Das ist Fleißarbeit, die Menschen langsam und teuer erledigen, KI-Systeme aber schnell und konsistent.
Praktisch heißt das: Wenn du externe IT-Dienstleister oder ein internes Team hast, lohnt sich die Frage, ob sie KI-gestützte Sicherheitsscans bereits einsetzen. Tools wie GitHub Advanced Security, Snyk oder spezialisierte Anbieter machen genau das zugänglich, ohne dass du eine eigene KI-Infrastruktur brauchst.
Das Alberta-Beispiel ist kein Einzelfall mehr. Sicherheitslücken entstehen nicht durch Böswilligkeit im eigenen Haus, sondern meist durch schlichtes Übersehen. KI übersieht weniger. Das allein ist ein gutes Argument.
Takeaway. Frag deinen IT-Dienstleister konkret, ob er KI-gestützte Sicherheitsscans anbietet oder empfehlen kann.
- anthropic.com · 6. Juli 2026
Ein Klick reicht. Du hilfst, das Briefing schärfer zu machen.
Archiv
6 Ausgaben insgesamt
15 Min Gespräch, kostenlos.
Wir schauen, wo KI in deinem Betrieb sofort Stunden spart.
