Dein Betrieb, deine KI-Agenten
Heute zeigen wir dir, wie du in Microsoft 365 Copilot eigene Agenten baust, die wirklich zu deinem Betrieb passen. Dazu gibt es zwei starke Google-Updates: Gemini analysiert Videos jetzt gezielt und braucht dabei 88 Prozent weniger Rechenleistung, und Gemini 3.8 Flash liefert spürbar bessere Coding-Qualität. Lies weiter und nimm mit, was du heute direkt anwenden kannst.
Gemini 3.8 Flash: Bessere Coding-Qualität, aber höhere Token-Kosten je Aufgabe
Google hat Gemini 3.8 Flash veröffentlicht, das dritte Flash-Modell innerhalb von sechs Wochen. Wer KI-Agenten für Programmieraufgaben einsetzt, bekommt damit spürbar bessere Ergebnisse, in Benchmarks teils auf dem Niveau von Anthropics Claude Opus 5.
Der Haken steckt im Detail: Das Modell denkt gründlicher, schreibt dabei aber rund 30 Prozent mehr Output-Tokens pro Aufgabe. Der Tokenpreis ist gleich geblieben, die Rechnung am Ende der Aufgabe aber nicht. Wer Gemini 3.8 Flash eins zu eins gegen den Vorgänger austauscht, sollte seine Kosten neu kalkulieren.
Für die meisten Mittelständler, die KI für einfachere Texte, Zusammenfassungen oder Standardanfragen nutzen, ändert sich wenig. Relevant wird es, sobald du Automatisierungen oder Agenten betreibst, die viele Aufgaben hintereinander abarbeiten. Dort summieren sich die Mehrkosten schnell.
Die Geschwindigkeit, mit der Google neue Modelle nachschiebt, zeigt eines: Der Markt bewegt sich gerade sehr schnell. Das bedeutet aber nicht, dass du bei jedem Release wechseln musst. Prüf bei konkretem Anlass, ob ein Upgrade deinen Anwendungsfall verbessert, und rechne dabei immer die Gesamtkosten durch.
Takeaway. Wenn du KI-Agenten oder Automatisierungen mit Flash-Modellen betreibst, vergleiche vor einem Upgrade die tatsächlichen Token-Kosten pro Aufgabe, nicht nur den Listenpreis.
- the-decoder.de · 2. September 2026
- deepmind.google · 2. September 2026
Gemini analysiert Videos jetzt gezielt und verbraucht 88 % weniger Rechenleistung
Wer lange Videos automatisch auswerten lässt, kennt das Problem: Jede Sekunde kostet Geld, auch wenn 80 Prozent des Materials nichts Relevantes enthält. Google ändert das jetzt grundlegend.
Gemini 3.7 Flash, 3.6 Flash und 3.5 Flash-Lite analysieren Videos ab sofort nicht mehr stur von Anfang bis Ende. Das Modell entscheidet selbst, welche Abschnitte es genauer prüft und in welcher Auflösung. Stundenlange Aufnahmen werden so deutlich effizienter verarbeitet. Google gibt bis zu 88 Prozent weniger Token-Verbrauch an, bei gleichzeitig höherer Treffsicherheit.
Für den Mittelstand wird das dann interessant, wenn du Videos heute noch manuell sichtest: Sicherheitskameras, Produktionsaufnahmen, Schulungsvideos, Kundenservice-Calls. Was bisher zu teuer oder zu langsam war, um es automatisch auszuwerten, rückt damit in einen realistischen Kostenrahmen.
Die Funktion ist in den genannten Gemini-Modellen bereits verfügbar. Wer über die Gemini API oder Google AI Studio arbeitet, kann sie direkt testen. Eigene Anwendungsfälle lassen sich damit jetzt neu kalkulieren.
Takeaway. Überleg konkret, welche Videos in deinem Betrieb regelmäßig manuell gesichtet werden, und prüf, ob sich das mit Gemini automatisieren lässt.
- the-decoder.de · 2. September 2026
- deepmind.google · 1. September 2026
Microsoft 365 Copilot: So baust du eigene Agenten für deinen Betrieb
Microsoft 365 Copilot ist für viele Betriebe noch ein teures Add-on, das hauptsächlich E-Mails zusammenfasst. Das Potenzial liegt woanders: in selbst gebauten Agenten, die wiederkehrende Prozesse automatisieren, ohne dass dein Team jeden Schritt anstoßen muss.
Der Einstieg geht über Copilot Studio, ein grafisches Werkzeug, mit dem sich Agenten ohne tiefes Programmierwissen zusammenklicken lassen. Wer mehr braucht, also eigene Datenquellen, komplexere Logik oder Anbindung an bestehende Systeme, arbeitet mit Azure AI Foundry. Beide Werkzeuge sind in M365 integriert und laufen innerhalb der Microsoft-Infrastruktur, was für viele Betriebe die Datenschutzfrage vereinfacht.
Konkret heißt das: Ein Agent kann eingehende Anfragen klassifizieren und weiterleiten, Angebote aus Vorlagen befüllen, interne Wissensdatenbanken durchsuchen oder Genehmigungsprozesse anstoßen. Das sind keine Zukunftsszenarien, das läuft heute in Betrieben, die M365 ohnehin lizenziert haben.
Der ehrliche Hinweis dazu: Copilot Studio ist kein Selbstläufer. Wer ohne Vorbereitung drauflosklickt, baut schnell etwas, das niemand nutzt. Der entscheidende Schritt ist, vorher einen konkreten Prozess zu identifizieren, der heute manuell läuft und klar definierte Schritte hat. Dann lohnt sich der Aufwand.
- heise.de · 2. September 2026
Ein Klick reicht. Du hilfst, das Briefing schärfer zu machen.
Archiv
6 Ausgaben insgesamt
15 Min Gespräch, kostenlos.
Wir schauen, wo KI in deinem Betrieb sofort Stunden spart.
